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widerrufe.de

Zusammenhängender Vertrag

Lexikon · Rechtsfolgen · Stand: 2026-10-03 · Redaktion

Kurzdefinition

Hängt ein Vertrag mit einem widerrufenen Vertrag zusammen, ohne ein verbundener Vertrag zu sein, entfällt auch die Bindung an ihn.

Erklärung

Neben den verbundenen Verträgen kennt das Gesetz die zusammenhängenden Verträge. § 360 Absatz 1 BGB regelt den Fall, dass der Verbraucher seine auf den Abschluss eines Vertrags gerichtete Willenserklärung wirksam widerrufen hat und die Voraussetzungen für einen verbundenen Vertrag nicht vorliegen. Dann ist er auch an seine Erklärung zum Abschluss eines damit zusammenhängenden Vertrags nicht mehr gebunden. Für die Rückabwicklung des zusammenhängenden Vertrags gilt § 358 Absatz 4 Satz 1 bis 3 BGB entsprechend. Widerruft der Verbraucher einen Teilzeit-Wohnrechtevertrag oder einen Vertrag über ein langfristiges Urlaubsprodukt, hat er auch für den zusammenhängenden Vertrag keine Kosten zu tragen. Die Regelung dient dem Schutz davor, dass ein Verbraucher nach dem Widerruf des Hauptvertrags an einen darauf bezogenen Zusatzvertrag gebunden bleibt, der ohne den Hauptvertrag keinen Sinn mehr hätte. Ob ein Vertrag zusammenhängt, bestimmt das Gesetz in § 360 BGB näher.

Beispiel

Mara schließt einen Vertrag über einen Reiseclub und zusätzlich einen damit zusammenhängenden Vertrag über ein Tauschsystem. Sie widerruft den Hauptvertrag fristgerecht. Damit ist sie nach dem Gesetz auch nicht mehr an den zusammenhängenden Vertrag gebunden und muss für diesen keine Kosten tragen.

Passende Vertragsarten

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-03

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